BARF-Biologisch-Artgerecht-Rohe-Fütterung

Wie ihr sicher schon wisst wird Tonia gebarft übersetzt: Biologisch-Artgerecht-Rohe-Fütterung.

Zu dem Barfen kam ich erst als Ich mich wirklich für die Hundefütterung beschäftigt habe. Mir war vorher nicht wirklich bekannt was in einem Hunde-Futter enthalten sein soll und was nicht… IMG_0061ich habe mich also völlig auf die Hundefuttermittelindustrie verlassen. Es ist auch eigentlich sehr traurig das man sich überhaupt nicht darauf verlassen kann aber nagut was solls…

Mich hat besonderst das Buch Hunde würden länger leben wenn…  überzeugt und mir geholfen einen klaren Überblick über die Rohfütterung zu behalten. Die vielen Beispiele und Trauer Fälle haben mich zum Denken angeregt und mir wurde klar was ich alles falsch gemacht habe. Jutta Ziegler die Autorin schreibt sehr professionell und beschreibt wie unsere Hunde und Katzen eben nicht ernährt werden. Durch die Tipps und Tricks erfährt man auch viele Dinge die man in der Hundeernährung anwenden kann. Bei dem im Buch besprochenen Thema der Impfungen kann ich auch bestätigen das ich auch sehr darauf achte das sie nur meiner Meinung nach nötige Impfungen bekommt. Chemiekäulen wie Spot-On´s setze ich ja sowieso ab und auch mit anderen Schädlichen Mitteln kommt sie nicht in Kontakt.

Im Grunde braucht der Hund ja gar keine Füllstoffe, Chemieprodukte oder sonstiges aber warum macht die Futtermittelindustrie das fragt sich bestimmt jeder?! Leider ist es heutzutage häufig so das jeder nur an seinen Geldbeutel denkt und das Wohl der Tiere hintenrum geht. Und dem Hund billige Getreide sowie hier und da noch ein bisschen Gülle und Frostschutzmittel unterzumischen fällt ihm ja nicht auf.

Als ich gelesen habe das wirklich so ein Dreck und noch abartige Dinge (sorry aber noch abartiger geht doch nicht oder?) dem armen Tier untergemischt werden nur um das Portmonee zu stopfen???

Das möchte ich Tonia alles nicht zumuten und füttere sie BARF. Man kann zwar beim Barfen auch nicht ohne Kontrolle verfüttern aber auf Dauer ist es nicht viel aufwendiger als Normale-Fütterung. Ja klar können in dem Fleisch Medikamente verabreicht sein und verdorben sein aber genau dieser Anteil wäre dann ja schließlich auch im Hunde-Trocken-Futter sowie unserem eigenen Fleisch.

Der Anfang mag etwas aufwendiger sein aber ich kann wirklich sagen es macht Spaß und man hat kein schlechtes Gewissen mehr. Ich würde es jedem empfehlen der sich für sein Tier interessiert und dem es wichtig ist was es frisst. Auch wenn man keinen Platz für die Lagerung in der Gefriertruhe hat gibt es den Ausweg auf getrocknetes Fleisch das wirklich leicht aufzubewahren ist denn z.B (10g getrocknetes Fleisch entsprechen 50g Frischfleisch) Auch getrocknetes Gemüse kann man sehr gut kaufen. Man muss aber dennoch ausgehen das viele Vitamine verloren gegangen sind. Dies sollte aber im Gegensatz zu der schlechten Trockenfütterung egal sein.

Bestellung:

Wir kaufen unser Fleisch bei Haustierkost.de und haben bei unserer ersten Bestellung voll zu gelangt. 20kg Barf-Fleisch. Die Kühltruhe besetzt somit Tonia fast alleine.

Menge:

Bei der Menge berechnet man je nach Gewicht 2-3% des normalen Körpergewichts. Tonia bekommt bei ihren 24kg somit 500g Fleisch alleine am Tag. Außerdem bekommt sie noch Karotten, Salat, Kürbis…. gemischt ca. 200g am Tag. Öl (verschiedene Sorten jeweils 2Teelöffel pro Tag). Zu ihren weiteren Zusätzen die sie ab und zu noch bekommt gehört Kokosöl, (Kokosflocken selbst gemixt), Sonnenblumenkerne, Pferde-Blut, Wall- und Erdnuss, Knochen wie z.B Brustbein,Ziegenknochen. Ich gebe ihr sehr gerne einmal in der Woche noch ein Ei mit Schale ins Futter da dort sehr viel Kalzium für ihre Gelenke enthalten sind.

Die Menge ist sehr hoch kann man aber nach Aktivität und Gefühl leicht abändern und natürlich dem Hund anpassen. Tonia bekommt diese Menge da sie in der Anfangs-Zeit fast 3kg abgenommen hat.

Umstellung:

Bei der Umstellung habe ich mir sehr viele verschiedene Meinungen eingeholt. Entschieden habe ich mich für die sofortige Umstellung. Einen Tag habe ich sie fasten lassen: 🙂 leider zum Nachteil einer Frau . Denn wir waren an dem gleichen Tag in der Stadt shoppen, Tonia war ausnahmsweise mit. Ich war kurz abgelenkt als sie eine Frau mit einer Salami-Pizza angesprungen hat 😦 Das war wohl aus Hunger aber ich wollte ja nichts falsch machen. Die Umstellung kann ich trotzdem nur empfehlen. Besoderst Hunde die sehr viel vertragen werden damit wohl kein Problem haben. Tonia hatte überhaupt eine Probleme, hat das Futter super angenommen und auch keinen Durchfall gehabt.

Fleischsorten:

Tonia verträgt so gut wie jede Fleisch-Sorte und ich bin noch am testen was ihr aber am besten gefällt. Wen eine Fleisch-Sorte nicht vertragen wird würde ich einfach raten sich da mal durchzuprobieren. Für Sensible Hunde eher Sorten wie z.B Pferd, Rentier oder Kaninchen. Wir haben zurzeit sehr viel Rind da Tonia dieses sehr gut annimmt. Also Kopffleisch, Mischfleisch, Blättermagen und unser absoluter Favorit Muskelfleisch.

Blättermagen stinkt wirklich ekelhaft und ist nichts für die Schwachen-Geruchsnerven. Bei Kopffleisch lernt man den Kopf eines Rindes mal genauer kennen und muss davon ausgehen ein Stückchen Lefze auf dem Löffel zu haben.

Gemüse und Obst:

Bei dem Gemüse bin ich häufig sehr abwechslungsreich. Sie bekommt jedoch jeden Tag Karotten in ihr Futter. Salat, Kürbis…  Obst bekommt sie zwar sehr selten aber enthalten ist dann häufig Apfel, Banane, Melone…..

Öl:

Bei dem Öl kann man immer wechseln. Ich achte aber darauf das sie besonderst viele Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren bekommt. Diese sind dann z.B in Fischöl wieder zu finden. Da man jedoch nicht jeden Tag ein so teures und nicht immer notwendiges Öl hinzusetzen muss kann man auch gut auf Sonnenblumen Öl zurück greifen. Auch wenn der Hund an dem einen Tag nur Olivenöl bekommt ist dies gar kein Problem. Man sollte aber darauf achten dem Hund die Öle nicht zu vermischen oder zuviel zu verabreichen da sich dies wie bim Mensch als Fett im Körper speichert. Sehr gerne gebe ich auch Leinöl in´s Hundefutter da dieses eine Tolle Preis-Leistung hat und Dank der gegebenen Omega 3Fettsäuren sehr wertvoll ist.

Getreide:

Getreide verfüttere ich Tonia grundsätzlich auch nicht im Hundefutter da ich keinen Füllstoff für sie Benötige und ihr gerne Rohes-Fleisch verfüttere. Getreide kann der Hund außerdem nicht wirklich verwerten da die Stoffe von der Magensäure nicht zerstört werden. Die vom Wolf Abstammenden Schneide-Zähe sind außerdem auch nicht für die Getreide-Zerkleinerung ausgelegt und Helfen nicht.

Kosten:

Die Kosten des Fleisches sind zwar höher lassen sich aber nicht mit der Leistung vergleichen. Dies kommt zwar auch immer auf die Hunderasse und den Verbrauch an. Die Qualität kann man jedoch sehr leicht überprüfende indem man Dinge wie Farbe, Zerdrückbarkeit, Form und Konsistenz vergleicht. Wir bezahlen somit für gutes Muskelfleisch in einer 500g Packung am Tag 1,68Euro. Das Obst und Gemüse kann man sehr gut selbst im Lebensmittelgeschäft kaufen und somit auch Angebote nutzen.

Auftauen und Gemüse verabreichen:

Wir tauen jeden Abend eine neue Packung 500g Fleisch auf. Das Gemüse bereite ich jeden Abend frisch vor und Mixe es. Es hält somit auch für einen Tag. In der Küchenmaschine geht dies sehr leicht und ist ein Akt von höchstens 4Minuten. Sie bekommt ihren Futternapf aber immer noch voll zu dem  Fleisch-Gemüse-Öl Gemisch mit warmen Wasser aufgefüllt. Wie wir bei einer Tierärztin herausgefunden haben hat sie sehr dickes Blut und bekommt somit bei ihrem Futter gut Flüssigkeit zu sich.

Knochen:

Da Knochen sehr gut für Hunde sind bekommt sie 1-3mal in der Woche einen großen aufgetauten Ziegenknochen oder ein Rinderbrustbein. Auch getrocknete Rinderkopfhaut,Lamm-Kaninchen Ohren… etc. sind kein Problem. Bei Ohren (z.B Rind oder Markknochen) muss man aber auf Verletzung und Verschluckung achten. Und da Tonia eine kleine Hätzerin ist die auch große Teile Verschlucken kann bekommt sie so etwas nicht. Da ihr solche Artikel nicht zusetzen ziehe ich es nicht von der Futtermenge ab. Dort muss man aber wieder bei jedem Hund nach der Passenden Lösung suchen.

Ich möchte mit diesem Beitrag nicht sagen das jedes Trocken-Futter schlecht ist jedoch kann man schon bei der Pressung davon ausgehen das nichts Wertvolles mehr enthalten ist. Als Tonia zu uns neu in die Familie kam haben wir Belcando gefüttert, Tonia wollte es nach einiger Zeit nicht mehr fressen. Wir stiegen auf Bosch um, bewies sich aber auch nicht als besser. Mein letzter Versuch war Markus-Mühle NaturNah mit dem ich eigentlich auch relativ zufrieden war und es für nicht Barfer empfehlen kann. Die Mehle und der Rohasche Werte sind zwar auch nicht perfekt aber im Gegensatz zu vielen Futtersorten besser. Bald wird hier auf meinem Blog trotzdem noch ein Beitrag zu einem Trockenfutter online kommen. Denn man soll ja nichts unversucht lassen…..

Was füttert ihr euern Fellkindern?

Liebe Grüße Fellkind Tonia und Annika

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* Das Buch (Hunde würden länger leben wenn)  wurde mir freundlicherweise kosten- und unverbindlich zur Verfügung gestellt!

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4 Kommentare zu „BARF-Biologisch-Artgerecht-Rohe-Fütterung

  1. Hallo 🍁
    Super Beitrag! Ich habe eine Labradorhündin (geboren 04/15). Ich habe am 3. Tag nachdem ich sie abgeholt habe, im Alter von 12 Wochen angefangen zu barfen und kann nur positives sagen. Sie hat sehr schönes Fell, macht 2 mal am Tag einen Haufen… Für mich würde nichts anderes in Frage kommen.

    Wir freuen uns auf viele neue Beiträge von euch 😉
    LG Anni & Ella 🐶

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  2. Hallo Tonia, wie klein die Welt doch ist. Mein Frauchen liest auch gerade dieses Buch. Ich bin zwar kein „Barfer“ in dem Sinne, da ich rohes Fleisch nicht vertrage, aber da ich ein schwerer Allergiker bin, kocht mein Frauchen für mich seit ich 16 Wochen alt bin. Toller Blog. GLG dein Odie

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  3. Hallo,

    ein toller Beitrag, wir machen uns auch noch schlauf zum Thema BARF.

    Vielleicht ist ja das Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ auch was für euch…das liegt gerade auf meinem Lesehaufen. =)

    Liebe Grüße

    Anika

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  4. Schöner Beitrag der über des BARF Prinzip informiert. 🙂 Lustiger Zufall, dass ich gerade jetzt darauf stoße nachdem ich soeben meinen Artikel zum Prey Raw Model veröffentlicht habe und quasi ebenfalls über eine alternative Futtermethode berichte. 🙂 Egal ob BARF oder PMR ich finde beides super! 😉

    Liebe Grüße,
    Claudi und Jack

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